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Masken, Kostüme und Verkleidungen
 Venezinaische
Masken
Ihr Kostüm unterliegt bestimmten Regeln. Man darf z.B. keine Haut sehen und
es ist verpönt, ein anderes oder Teile davon zu kopieren. Das Kostüm
ist selbst entworfen, meist selbst genäht und muss auch so konstruiert sein,
dass es transportiert werden kann. "Die Masken" stellen sich zum Foto
nicht nur hin - sie posieren.
Von diesen "Venezianischen Masken" handelt zum Großteil auch diese
Website.
 Klassische
Kostüme
Hier ist die Halbmaske und das tiefe Dekoltée legitim. Sie sind ebenfalls
Eigenkreationen und werden hauptsächlich in den warmen Räumlichkeiten
bei Ballveranstaltungen (mit meist sehr geschmalzenem Eintrittspreis) getragen.
 Einsteiger-Masken
Manch einer
würde wohl auch gerne eine großartige Maske kreieren und bringt einen
Erstversuch, meinst ohne das nötige Insider-Hintergrundwissen, auf den Markusplatz.
Ein selbst kreierter "Erstversuch" wird von den Venezianischen Masken
und Fotografen eher akzeptiert, als wenn sich Leute Kostüme ausleihen - denn
angefangen hat jeder einmal!
 Kostümierungen aus dem Kostümverleih
Die manchmal
sogar peinlichen Gewandungen jener, die sich ihr Kostüm nicht selbst entwerfen
und schneidern, sondern einfach aus dem Verleih holen, haben mit den "Venezianischen
Masken" nichts zu tun. Es sind Bekleidungen mit diversen Fehlern und meist
unsauber gearbeitet. Die Verkleideten posieren nicht, sondern stellen sich hin.
Das Profi-Auge erkennt das alles. Fotografiert werden sie nur von unwissenden
Touristen.
 Faschings-
und Narrenkostüme aus dem Party-Shop
In den Tagen des Karnevals in Venedig sind solche Kostümierungen eher fehl
am Platz und finden weder bei der Menge noch bei Fotografen neben den aufwändigen
Kostümierungen der Venezianischen Masken Beachtung.
Am Faschingsdienstag und in der Nacht auf den Aschermittwoch sind diese Kostümierungen
jedoch schlagartig legitim, jedoch nicht auf dem Markusplatz. Dann feiert die
Jugend laut, promillig und ausschweifend auf bestimmten Plätzen in Venedig
und verkleidet sich dazu in gekauften Kostümen aus dem Party-Shop.
 Touristen-
und Souvenir-Gesichtsmasken
Wer angemessen "mitspielen" will, ohne sich um teures Geld ein Kostüm
zu besorgen, erstehe sich eine Gesichtsmaske am Souvenirstand oder beim Carnevalausstatter.
Der Preis variiert zwischen 5,- und weit über 2.000,- Euro. Mit einer solchen
Maske erklärt man sich auf angemessene Art nicht nur mit den Venezianischen
Masken solidarisch, sondern erlebt auch auf stark abgeschwächte Weise, was
eine Venezianische Maske unter ihrer Gesichtsmaske zu erleiden hat (es schabt
und drückt, man bekommt kaum Luft und das Gesichtfeld ist eingeschränkt)
- allerdings hat der Tourist den Vorteil, dass er seine Maske jederzeit abnehmen
kann.
Beliebt,
angemessen und sehr hübsch sind auch die Gesichtsbemalungen, die von Straßenkünstlern
gemacht werden.
Bettelnde
Kostümierte
Da und dort - und leider immer öfter - findet man in den Straßen Venedigs
schlecht und billig kostümierte Personen, die plump posieren und zu ihren
Füßen ein Behältnis für Geldspenden platziert haben.
Von diesen distanzieren sich die Venezianischen Masken
ausdrücklich! Geld für's Posieren zu nehmen, ist einer Venezianischen
Maske unwürdig!!!
Diese Pseudo-Masken posieren liebend gerne zusammen mit Touristen für ein
Foto, können aber auch rabiat und handgreiflich werden, wenn nach dem "Klick"
kein Geld in ihr Körbchen fällt!

©
Tatjana Suchovsky.
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